Das Kreuz mit den Tafeln

Humorige und satirische Anekdoten, aufgelesen am Straßenrand von Robert Prantner

Als Mao Tse-tung fand, der Wechsel zur Farbe Rot als Signal für „Freie Fahrt“ wäre kulturrevolutionär erforderlich, stellte sich in Peking sehr schnell heraus, welch fatale Folgen ein „Versprecher“ der stummen Sprache der Straße hervorrufen kann.

Robert Prantner mixt uns einen literarischen Cocktail, eine Vielzahl sehr unterschiedlicher Feuilletons zu Verkehrszeichen als Lebenszeichen. Eine humorig-satirische „Straßenverkehrsordnung“ aus Gesetz, Träumereien, Nachdenklichem, halblustigen Kindereien, Philosophie, Religion und Grenzfragen des Lebens. Ein Buch für Leser mit Sinn für das Tiefsinnige.

 

Aus dem Inhalt

Einleitung

Was ist ein Zeichen? Seite 13

Die Lebenskraft der Zeichen – Aurora, die Morgenröte im Klingeln des rosaroten Weckers – Lebensordnung und Straßenordnung – Die Sprache und Sprechweise der Zeichen

Kapitel 1

Richtungsänderung – um jeden Preis? Seite 17

Gusto und Geschmäcker sind verschieden – Nichts im Winkel und Abgrund lassen, anderen Orten zustreben

Kapitel 2

Der Mensch ist keine Ameise Seite 19

Auch das Leben unterscheidet „Nachrang“ und bedingungsloses „Stop“
– Muß nicht sein: Station im „Kloster auf Zeit“ – Ein Sabbatjahr als heilende innere Medizin – Nachdenken meint Vorausdenken

Kapitel 3

Ein Bison könnt’ ja kommen Seite 22

Überfluß und Überdruß – Kein weiß-schwarzer Pinguinvogel auf den Straßen der Großstadt – Bindung an eine Fahrtrichtung?

Kapitel 4

Hätte Goethe das geahnt? Seite 24

Eine päpstliche Ordenskollane wie die goldene Schneekette eines mittleren LKW – Was einem steirischen Bundeskanzler so einfällt.

Kapitel 5

Gedanken sind zollfrei Seite 27

Eine Stange Zigaretten muß nicht tödlich sein – vier Bahnwaggons voll Whisky, und die Gelassenheit des Herzens ist im Eimer – Alte Diplomaten trinken kübelweise?

Kapitel 6

Wenn Lebenswege schmäler werden Seite 29

Dank enger Straßenführung: geschwollene Zahnbacken oder Zeitung lesen – Schiedsrichter „Kleines Bezirksgericht“?

Kapitel 7

„Is’ ja nur a Viech, net wahr?!“ Seite 31

Das niedergemetzelte Rehkitz und seine tote Mutter – Was sagt Papst Paul VI. zu den toten „Bambis“: „Eines Tages, am jüngsten Tage, werden wir die Tiere im Geheimnis des Christus’ wiederfinden.“

Kapitel 8

Kein intellektueller Hopser vor Leobens Toren Seite 35

„Und wenn die Kreatur sich einst dem Paradiese naht …“ (Carl Zuckmayer) – Mitleid heißt Mitleiden mit den Tieren – Achtung bedeutet Hochachtung eigener Art, ein menschliches und christliches Gesetz.

Kapitel 9

Ein „fades Tempo“ als Zeichen des Stilleseins Seite 41
Nur zwei Hände haben, viel normale Arbeit, ein gesundes Herz im Leib, dies ist nicht „Streß“ – Eben dieses Herz, die biblische „Sehnsucht der ewigen Hügel“?

Kapitel 10

Etwas in Bewegung setzen!? Seite 46

Eine erfolgverheißende Zielvorstellung des 21. Jahrhunderts? – Lebensdroge, die der Ruhe den Garaus macht – Kräftefelder des Lebendigen, der Beharrung widersprechend, aber mit Beharrlichkeit verfolgt

Kapitel 11

Knochen, Mafiosi oder „Kapuziner in ungewohnter Rolle“ Seite 48

Nachkriegskrimi im Milieu sizilianischer Mönche – Ein furchterweckender deutscher Schäfer einem heiligen Stigmenträger zugetan – zurück zu mittelalterlichen Legenden: gleich kühnen Seefahrern vorbei an mystischer Hölleninsel.

Kapitel 12

Ruhender Verkehr als Unruhestifter Seite 56

Das schlimme „Töfferl“ ist durchgegangen – Aber: da ist es ja wieder“ – In ein Kfz verliebt, um es zu verkulten – Auch Würstelstände dokumentieren.

Kapitel 13

Hopp, hop, hop, ho … Seite 60

Verkehrszeichen – Todeszeichen? Niemals Vertrauensgrundsatz
bei Kindern im Straßenverkehr

Kapitel 14

Die parkende Seele Seite 62

Der geliebte Wagen – sein Auto, ein „Schatz“ für dessen Eigner, der auch sein Herz sein könnte – Verschmutztes Blech macht keine „Drecksau“ – ein häßliches Wort, kein Schatz im Wörterarsenal

Kapitel 15

„Froschgefahr“ oder „Italienisch für Auto-Touristen“ Seite 66

Leben soll an heißer Stelle nicht verbrennen – Die altägyptische Überlieferung ordnet den Quakerichen geheimnisvolle Mythen zu – nicht 
aber das Gurkenglas meiner Mutter zur Kinderzeit

Kapitel 16

Gefahr ist halb oder doppelt so schlimm Seite 69

Felsen purzeln, Autos schleudern, unbekannte Drohung lauert –
Was man kennt, erfaßt man, was unerkannt bleibt, bedroht

Kapitel 17

Diese Radlfahrer – eine Plage Seite 76

Bewegung, das menschliche Knochengebäude und der Herzmuskel – Was das geliebte Radeln bewirkt und was es nicht kann

Kapitel 18

Eisenbahn und deren Schranken sind zweierlei Seite 79

Die Lokomotive – ein Kindheitstraum auch für Erwachsene – Schranken sind Lebenselemente, die es zu beachten und zu bewältigen gilt – die „Transsibirische Eisenbahn“ überlebt und überfährt Ideologien, Systeme, Umstürze – Aber der „Blue train“ Südafrikas ist der nobelste Zug der Kontinente – Nachhaltigkeit mal zwei.

Kapitel 19

Von Sackgassen und sehr dummen (saudummen) Gedanken Seite 89

Nicht jeder Fußgänger ist ein Autofahrer, der einen Parkplatz gefunden hat. Zerstörungswut ist keine Krankheit, sondern kriminelle Emotion.

Kapitel 20

Ratten im Streß niemals auf Autobahnen? Seite 92

„Streß“ in der modernen medizinischen und pharmazeutischen Forschung ist nicht das, wovon Millionen Bürodamen stöhnen, die noch „einkaufen gehen müssen“.

Kapitel 21

Sie lieben wirklich Pferde? Seite 99

Keineswegs in unbestimmter Mehrzahl – Liebe zu Pferd und Pferden nur in Nahbeziehung – Ein Auto passiert den Reitweg.

Kapitel 22

„Unten durch, drüben hoch hinaus“ oder „Sitzt ein guter Zwerg im Wurzelwerk?“ Seite 103

Wie Knirpse an der Hand der Oma eine Rolltreppe bezwingen

Kapitel 23

Kein Ur-Knall, sondern das Unmenschliche ist 
gefährlich
Seite 107

CERN-Forschung weltweit mit österreichischem Satelliten im Kampf gegen die Menschheitsgeisel „Krebs“ – Wiener Neustadt an der Spitze der Innovation

Kapitel 24

Reißverschluß mit Gewissen oder Kreisverkehr im Selbsterhaltungstrieb Seite 111

Keine Lebenslage im luftleeren Raum – Spannende Aufgaben und/oder tragfähige Beziehungen – Gehirnforscher sagen: Der Mensch will Geborgenheit und zugleich über sich selbst hinauswachsen – Glück und Zufriedenheit: zweierlei oder ein Paar?

Kapitel 25

Ist Erdöl ein besonderer Saft? Seite 114

Rund um die Globalisierung des Weltmarktes – Bedeutsame Chemie in Förderung, Verarbeitung und deren Geschichte – Öl ins Feuer gießen schafft politische Brände.

Kapitel 26

Auch wer Seitenwinde sät, könnte Sturm ernten Seite 119
Mensch, Arbeit, Kapital, Maschinen und was der Papst dazu sagt – Management und Unternehmerethik heute.

Kapitel 27

Aus der Militärsprache des alten Rom Seite 123

Ein Lebensrettungs- und Lebensbewahrungszeichen – „Subsidiarität“ markiert Hilfe zur Selbsthilfe – Hilf Dir selbst, dann hilft Dir Gott.

Kapitel 28

Keine kranke Sache und kein linkes Ding Seite 132

Hospes, Hospital, Hospiz und die Bernhardiner-Solidarität ist der andere Schenkel neben der Subsidiarität – Baugesetze der menschlichen Gesellschaft – Irrwege der Gleichheit

Kapitel 29

Bitte warten! Sie werden sofort nach Freiwerden einer Leitung verbunden  Seite 140

Telephonieren ist Reden oder Schweigen – das Schweigen bei Ignatius von Antiochien und bei Thomas Merton und was aus der Stille wächst.

Kapitel 30

Das Flugzeug ist kein Stehzeug Seite 146

Sein oder Nichtsein mit KLM – Ohne Hamlet mittels Notrutsche an Neufundlands Meeresküste gelandet – Ohne StVO auch nicht am Wiener Zentralfriedhof landen

Kapitel 31

Der Kriegsgott und der Schokoriegel machen mobil Seite 151

Mobilität ist die Zielvorstellung des Straßenverkehrs – Grün-gelb-rote Lichtspiele seien kein Hemmnis – 14 Milliarden Liter Sprit im deutschen Raum verschwendet – Kleine Radwegampeln nicht für die Sieben Zwerge.

Kapitel 32

„Aufwärts–Abwärts“ oder fast eine Redeübung in der Schule Seite 156

10 % hinauf, 10 % wieder hinunter – Was das mit dem einzulegenden lang per Auto und zu Fuß zu tun hat. Der Papa belehrt seine 14jährige Liesl – Nicht zuckeln, sondern angemessen gleiten – Katastrophen per Leerlauf ohne Gas?

Kapitel 33

Nochmals: banale „30er Zone“ – eine Zeitreise der Mystik? Seite 159

Seinsgesetze der Ordnung im Spiegel der Zahlensymbolik? – Von Isidor von Sevilla zur Arithmologie – Was sagen uns die Bäume der Keltenzeit und deren uralter Baumkalender? Eibe, Apfel, Buche, Olive, Birke, Eiche, die Zedern des Libanon. Und der Weihrauch im Maghreb

Kapitel 34

Kommt Hochmut vor dem Verfall Seite 165

Der „Alte Schulweg“ zu einer „neuen“ Schule? – Information schafft Form, Form Bildung, Bildung den Charakter

Kapitel 35

Schafe lesen „Hardlgasse 14 Seite 169

„Allzeit Getreu“ in Wiener Neustadt auch für Tiere – Ein Tierschutzhaus wie kein zweites? – Ein „Judas-Schaf“, um seine Artgenossen zu betrügen – Kein „dummes Schaf“, kein „blöder Hammel“

Kapitel 36

Ein Blick auf die fernöstlichen Zeichen Seite 174

Alles sei Hinweis? – Und wie die Zeichen miteinander stehen – Alle Philosophie bleibt karg – Lehrmeister Sinologie und Karl Jaspers

Kapitel 37

Internet als Planet mit Vorrang? Seite 178

Was bedeutet IDIOM? „Information Diffusion Acron Interactive Online Media“ – Es geht auch um Folgen des Klimawandels – Entscheidungsstrategien in Politik und Wirtschaft – Wissenslandkarten als Novum

Kapitel 38

Eine Kirche ist eben eine Kirche Seite 181

Ein Lebenszeichen, das den Schöpfer und Erhalter des Lebens einmahnt – Blick ins Innere des Lebens? – Mechthild von Magdeburg, Nonne des 13. Jahrhunderts, ist keine Antithese zu bayrischen Weißwürsten mit Händlmaier-Senf

Kapitel 39

Bibel, Talmud, Mystik – und eine tragische Geschichte Seite 186
Die Thora als Herzstück der Selbstoffenbarung Gottes – Tempel und Synagoge, Bethäuser vor dem Ewigen – Die Kabbala mit der „Sohar“, dem Buch des Glanzes (Sofer ha Sohar – Buch des Glanzes)

Kapitel 40

Nach Mekka und Medina über Moscheen des Islam zwischen Hamburg und dem Appenin Seite 191

Gott im Islam – Einzig, Ewig, Allmächtig – Die „UMMA“ – Religion, Gesellschaft, Staat – ein Wort und die Identität der Inhalte – Das Gesetz des Islam, die Scharia, ihre Totalität und die Wirklichkeiten – Zielvorstellungen und harte Reibungsflächen

Kapitel 41

Straßenzeichen sind auch Verkehrszeichen Seite 199

Buddhistisches Leben in Europa macht Papst Benedikt XVI. mehr Sorge als ausufernde Laizität im alten Abendland – „Buddha – ein „unbeschrankter Bahnübergang für Christen?“ – Selbsterlösung und Lauterkeit – zwei Piloten für suchende Charaktere?

Kapitel 42

Energie wächst nicht im Wolkenkuckucksheim Seite 203

Diogenes, Lichtträger, jedoch kein Hindu – Licht als Lebenszeichen in dunkler Wirrnis – Johann Wolfgang von Goethes Sterbestunde: die Bitte um „mehr Licht“ – die Sehnsucht des Menschseins überhaupt

Kapitel 43

Yoga – ein „Abfahrtslauf ohne Tiefschnee“? Seite 207

Ein frei erwähltes Joch an immer schwierigeren Übungen zur Erlösung des Selbst – Sechs Erlösungssysteme als sechs Sichtweisen des Abenteuers Yoga

Kapitel 44

Fette Bäuchleins – stumme Affen? Seite 212

„Bitte nicht füttern“ nicht nur im Affenhaus – Besucher-Verkehrs-
schilder an den Gittern der Menschenaffen – gilt auch für Kinder und Enkel, Neffen und Nichten an den Händen der Omis, Muttis, Tanten und deren männlichen Begleitern – Affen reden kein Silber, aber ihr Schweigen ist Gold.

Kapitel 45

Was Fahrbahnen der Straßen mit Lebensbahnen auf Lebenswegen verbindet Seite 218

Auswege und Umkehren sind nicht ident – Schwedens Kriminalphilosoph Henning Mankell zeichnet Globalpessimismus – aber Arthur Schopenhauer war anders, weil er mit Immanuel Kant grübelte – Therese Martin, weltbekannt als französische, heilige Karmelitin Therese von Lisieux (die „kleine hl. Therese vom Kinde Jesu und vom heiligen Antlitz“) hat in die Lebensfinsternis der Verzweiflung ein strahlendes Licht erlösender Hoffnung gesenkt – Ihre Lebensweisheit im Spiegel eines halben Dutzends Straßenverkehrszeichen.

Kapitel 46

Das Ungewisse in der Passivenweite des TAO angesichts des Todes Seite 223

Straßenbahnzug Linie „71“ in Richtung Wiener Zentralfriedhof – Das Ungewisse ist der Tod

Kapitel 47

„Des Hundsviech hat … und Sie verschwinden jetzt von hier, zu zahlen brauchen Sie nichts …“ Seite 228

14 Lawinenverschütteten hat er das Leben gerettet – Aber da und dort: Hunden ist der Eintritt verboten

Kapitel 48

Schließlich die Taube im wirbeligen Verkehr – gurrendes Lebenszeichen des Friedens Seite 230

Und was der „Kräuterpfarrer“ zur Verantwortung für Tiere zu sagen wußte – Die alten Götter und der Taube Bild für Ruhm und Ehre