4.–10. April 2008
U-Ausschuß:
Monster-Untersuchung soll ein Jahr dauern
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Ausland:
USA und China ringen um die Macht im Pazifik
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Der 39jährige Heilpraktiker Jörg Uckermann war bis vor kurzem CDU-Vorsitzender und stv. Bezirksbürgermeister in Köln-Ehrenfeld. Zuvor war er u. a. auch noch Stadtbezirksvorsitzender der Jungen Union und langjähriger politischer Referent bei der Konrad-Adenauer-Stiftung, der CDU-Kaderschmiede. Wegen des Streites um die Großmoschee in Köln überwarf sich Uckermann schlußendlich mit der Kölner CDU-Führung und wechselte im März zusammen mit zahlreichen CDU-Mitgliedern und -Vorständlern zur Bürgerbewegung Pro Köln, für die er jetzt im Bezirksparlament in Köln-Ehrenfeld sitzt. Zudem soll Uckermann Ende April zum Vorsitzenden des größten Regionalverbandes der Bürgerbewegung pro NRW, dem Bezirksverband „Rheinland“, gewählt werden.
Was hat Sie zu Ihrem Wechsel von der CDU zur Pro Köln bewegt?
Uckermann: Ich bin als überzeugter Patriot in die Junge Union und in die CDU eingetreten, um dort bürgernahe Politik gegen den vorherrschenden linken Zeitgeist betreiben zu können. Für den leider viel zu früh verstorbenen Oberbürgermeister Harry Blum habe ich Wahlkampf gemacht, um auch Klüngel und Korruption zu bekämpfen. „Wir geben den Kölnern ihre Stadt zurück“ war damals unser Motto – doch nach der Ablöse der SPD wurde von der CDU-Spitze leider das genaue Gegenteil dieses Mottos umgesetzt. Heute verabschiedet die Kölner CDU zusammen mit der PDS/Linkspartei gemeinsame Anträge und gehört zu den fanatischsten Multikulti-Befürwortern. Das ist nicht mehr meine CDU, in der ich meine politischen Überzeugungen verfolgen kann. Und nachdem ich mich in langen Gesprächen mit dem Vorsitzenden Markus Beisicht von der Ernsthaftigkeit und Seriosität des Projektes überzeugen konnte, habe ich nunmehr diesen nicht einfachen Schritt vollzogen.
Wie bewerten Sie die Chancen nationalkonservativer Politiker und konservativer Politik allgemein in den etablierten Strukturen der BRD?
Uckermann: Konservative Politikansätze und konservative Politiker haben heutzutage leider auch in der CDU und FDP keine Chance mehr, tatsächlich wirksam zu werden. Diese schmerzvolle Erfahrung habe ich in einem langjährigen Lernprozeß machen müssen, den ich jungen aktiven Leuten gerne ersparen möchte.
Wie sehen Sie die Lage der bundesdeutschen „Rechten“?
Uckermann: In der Bevölkerung gäbe es auf jeden Fall ein sofort abrufbares Potential von bis zu 25 Prozent der Wähler für einen rechtspopulistischen Politikansatz. Ronald Schill hat in Hamburg vorgemacht, was möglich ist, wenn Teile der Medien mitspielen. Bei ernstzunehmenden Projekten, die nicht nur als billige Koalitionspartner der CDU gedacht sind, ist mit einer solchen Unterstützung der Medien allerdings nicht zu rechnen.
Sehen Sie Chancen, weite Teile des Volkes zu erreichen, auch gegen die etablierten Medien? Wenn ja, wie?
Uckermann: Ich denke, die pro-Bewegung hat es beispielhaft vorgemacht, wie man auch ohne und gegen die etabliertten Medien die Öffentlichkeit erreichen kann: Durch das Internet, Flugblattkampagnen und eigene Publikationen eine breite Unterstützerbasis und eine Gegenöffentlichkeit herstellen und politische Kernarbeit betreiben! Zudem mit den Medien geschickt spielen und Stimmungen in den Stadtteilen aufgreifen und kanalisieren. Mit dieser Methode wäre es auch flächendeckend möglich, ohne mediale Unterstützung über die 5-Prozent-Hürde zu springen.
Welche Möglichkeiten gegen eine Islamisierung Europas sehen Sie in der Zusammenarbeit mit weiteren patriotischen Kräften in Europa?
Uckermann: Die europäische Zusammenarbeit der rechten Parteien ist eine zwingende Voraussetzung, um das christliche Abendland vor der drohenden Islamisierung und Überfremdung schützen zu können. Symbolträchtige Aktionen wie das Städtebündnis gegen die Islamisierung (Antwerpen-Köln-Wien) durchbrechen sogar die Medienblockade und beflügeln auch die eigenen Anhänger. Wir wollen ein Zeichen in diesem politischen Abwehrkampf setzen, das in Europa gesehen wird.
Das Gespräch führte Jan Ackermeier.