Roter Faden, Nr. 5–6/2010

Im Leben ist schon lange nichts mehr umsomst. Alles kostet Geld – und von diesem kann man ja bekanntlich nie genug haben. Das merken auch die Linken immer deutlicher. Gegenüber Arbeit, im bürgerlichen Sinn des Wortes, verständlicherweise eher abgeneigt, gilt es doch sein Auskommen zu finden. Einige waren dabei ja wirklich erfolgreich und dürfen jetzt in Parlamenten und Schulen ihre verkorksten neomarxistischen 68er Ideologien zum Besten geben. Doch nicht in allen Institutionen ist Platz für all die Kaffeehausbolschewisten und Salonrevolutionäre, die Kontingente sind nunmal bald erschöpft. Da heißt es halt, sich mit Hilfe der in Amt und Würden befindlichen Genossen eigene Betätigungsfelder zu erschließen. Und was ist da einfacher und schöner als weiter multikulti-tümelnd am Steuertropf zu hängen, denn nirgends waren realexistierende Sozialisten einfallsreicher als bei der Erfindung von Planstellen und Arbeitsbereichen, um ihre treuen Genossen in Lohn und Brot zu bringen. Daher der heilige Kampf gegen Rechts – der Kreuzug gegen Sexismus, Rassismus, Antisemitismus – eigentliche alle nicht linken Ismen – Homophobie, Fremdenfeindlichkeit etc., und die davon lebenden Vereine wirken ja auch nicht umsonst wie eine tiefdunkelrote Zweigstelle des AMS. Gerade in Wien können sich diese gesellschaftlich wichtigen und kaum mehr wegzudenkenden Vereine dieses Jahr wieder über einen warmen Geldregen aus öffentlichen Händen freuen. Dabei sind die Wiener Sozialisten, Grünen und Schwarzen nicht gerade zimperlich und werfen Steuergelder für Integrations-, Frauen-, Migrantinnen-, und sonstige Vereine in den Wind. Und die Finanzspritzen sind wirklich mehr als nobel. „ZARA“ bekommt 85.776 €, „LEFÖ“ 47.018 €, „Beratungsgruppe.at“ 20.426 €, „Frauenintegration Amelinghaus“ 59.888 €, „Schwarze Frauen Community“ (dabei handelt es sich um einen nicht-ÖVP-nahen Verein, der offensichtlich auch noch in seinem Namen Frauen aufgrund ihrer Hautfarbe diskriminiert) 21.744 €, „Hemayat“ 20.000 €, „Beratungszentrum für MigrantInnen“ 361.700 €, „WUK“ 40.175 €, „Peregrina“ 112.235 €, „Miramidops“ 64.672 €, „Birlikte Ögrenelim“ 127.635 €, „Orient Express“ 82.182 €, „Station Wien“ 635.854 €, „Helping Hands“ 30.500 €, „Interface Wien GmbH“ 2.722.000 €. Zudem wurde „ZARA“ noch vom Wiener Gemeinderat eine eigene Haushaltsstelle „Zivilcourage-Projekte“ mit Überschreitung vorgesehen. Ohne diese Stelle mitzuberechnen machen die Förderungen der Stadt Wien für die „Vereine“ immerhin 4.386.795 € aus. Durchgewunken haben diesen Förderungswahnsinn alle Wiener Parteien, also SPÖ, ÖVP und Grüne mit Ausnahme der FPÖ. Natürlich könnte man argumentieren, wie wichtig es ist, arme, hier fremde und aufgrund ihrer Sozialisierung überforderte Menschen zu unterstützen, aber wozu braucht es dazu mehr als 15 (!) geldvernichtende Vereine. Allein die Kosten für Mieten, von den Kosten für die vielen Versorgungsplanstellen für bedürftige Genossen wollen wir mal gar nicht reden.